Akustik, Gestaltung und Technik „Großer Saal“:

Die klassische „Schuhkarton“-Form des großen Saals (analog den Proportionen beispielsweise des Dortmunder Konzerthauses) sowie akustisch wirksame Bauteile, die hinter einer Wandverkleidung aus Architekturgewebe versteckt sind und großformatige Plafond-Elemente, die den akustischen Einfluss der Decke optimieren, sorgen für eine exzellente Raumakustik. Hinter dem Architekturgewebe kann die Wirkung der akustischen Bauteile mechanisch „umgeschaltet“ werden. Die Grundeinstellung sorgt für eine Top-Akustik bei klassischer Musik. Auf Knopfdruck kann die Saal-Akustik jedoch auch den akustischen Ansprüchen anderer Genres entsprechend eingestellt bzw. optimiert werden kann.

Das Design der Raumoberflächen entsteht überwiegend durch den Einsatz von verdeckt angebrachten Beamern, mittels derer beliebige Oberflächenstrukturen auf den Wänden und der Decke gestaltet werden können, sowie durch in verschiedene eingebaute LED-Flächenelemente. Die Beamer können gleichzeitig auch für klassische Projektionsaufgaben genutzt werden.

Um kurze Umbauzeiten zu ermöglichen, besteht die 12 m tiefe Bühne aus drei Segmenten, die hydraulisch einzeln bodengleich versenkt werden können. Das vordere Segment kann bis auf die Ebene des Untergeschosses abgesenkt werden und bildet damit eine Hebebühne für weitere Bühnenaufbauelemente, die im Untergeschoss gelagert werden.

Der Saal verfügt insgesamt über ca. 1.400 Sitzplätze. Diese verteilen sich auf der Haupttribüne, an die sich eine Empore anschließt, sowie auf jeweils zwei seitliche Emporen.

Die Haupttribüne mit etwa 600 Sitzplätzen kann mitsamt der komfortablen Bestuhlung hydraulisch zu einem nur wenige Meter tiefen Paket an der Stirnseite des Saals eingefahren werden. Wird auch noch die Bühne teilweise oder ganz versenkt, entsteht eine große freie Hallenfläche für die unterschiedlichsten Nutzungen.

Diese herausragenden Merkmale werden ergänzt durch eine moderne Saaltechnik, im Bereich der Klimatisierung ebenso wie in der Bühnentechnik. Mit einem großen Foyer, weiteren Funktionsräumen und einem Backstage-Bereich mit kurzen Wegen entsteht das multifunktional nutzbare „MUSIKZENTRUM SAAR“, das keine Wünsche offen lässt.